Rezepte vom Fräulein Küchenschabe

Kategorie: Einmaleins der Küche Seite 1 von 3

Pizzateig – Rezept update

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Für vier Stück :

  • 600 g helles Dinkelfeinmehl vom Martinshof
  • 320 ml lauwarmes Wasser
  • 30 g Bierhefe
  • 2 EL Backmalz (Bio Gerstenmalzmehl Urkornhof vom Bio bin ich)
  • 1 geh. EL Salz

Trockene Zutaten in eine Schüssel, Wasser in die Mulde und die Hefe ins Wasser geben. Die Hefe ca 15 min so lassen. Dann mit der Maschine kurz langsam kneten bis sich die Zutaten vermengt haben, dann nochmal kurz schnell schlagen bis sich der Teig von der Schüssel löst.

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Abdecken und ca 30 min gehen lassen. Wenn der Teig aufgegangen ist in vier teilen rund wirken und schleifen. Auf etwas Mehl mit einem Geschirrtuch abgedeckt nochmal ca 30 min gehen lassen.

Die Teigstücke ausrollen und auf etwas Mehl rund ziehen. Auf ein Backpapier geben und das Backrohr und die Bleche auf 275 C Heißluft vorheizen.

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Wenn das Backrohr heiß ist, Pizza belegen und ab ins Rohr!



 

Mengenangaben

Apfelstreuselkuchen (süßer Mürbteig)

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Mürbteig:

  • 300 g Dinkelfeinmehl
  • 200 g kalte Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Ei

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Ich vermische zuerst Zucker und Mehl in einer Schüssel und lege dann die kalte Butter darauf. Die Butter dann zuerst grob mit einer Teigkarte oder einem Messer zerteilen. Dann mit dem Mixer auf niedriger Stufe mixen bis es so aussieht wie auf dem zweiten Bild. Die Krümel zusammendrücken und am besten in einem Beutel ca 1 Stunde in den Kühlschrank.

Währenddessen mach ich die Füllung:

  • 6-8 Äpfel Blättrig gehobelt oder auch gewürfelt
  • 2 Becher Joghurt
  • 2 Eier
  • 1 Becher geriebene Mandeln
  • 2 EL Maizena oder 1 TL Guarkernmehl
  • Zucker je nach Obst
  • 2 TL Zimt
  • 1/16 L Amaretto

Die Füllung kann natürlich beliebig abgewandelt werden! Statt Joghurt Sauerrahm oder Topfen. Andere Nüsse, mit oder ohne Rosinen usw. Bis auf die Äpfel alles gut verquirlen und dann mit den Äpfeln gut vermischen.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. 1/3 leg ich für die Streusel wieder zurück. Den Rest ausrollen und eine Springform damit auskleiden. Den Teig einstechen und die Äpfel darauf verteilen. Für die Streusel richte mir auf der Arbeitsfläche noch eine gute Handvoll Zimtzucker, eine Handvoll geriebenen Nüsse und eine Handvoll Mandelblättchen. Dort lege ich den Teig darauf und gehe mit der Teigkarte sooft durch den Teig bis die Streusel so groß sind wie ich sie gerne möchte. Momentan ist es ziemlich warm und deshalb nicht so einfach Mürbteig zu machen – wenns anfängt zu kleben einfach nochmal kurz kühlstellen bis das Fett wieder fest ist!

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Streusel auf der Masse verteilen und bei 200 C Heißluft ca 30′ backen.

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Eine Kugel Eis oder Schlagrahm dazu und am besten noch lauwarm essen.

Abkürzungen in meinen Rezepten

BaPu = Backpulver

befubem = befettet und bemehlt

befubeb = befettet und bebröselt

befubez = befettet und bezuckert

C = Grad Celsius

dag = Dekagramm (10 dag = 100 g)

geh. = gehäuft

gestr. = gestrichen (Gegenteil von gehäuft)

HL = Heißluft

O/U = Ober- und Unterhitze

MaMa = Marillenmarmelade

VaPuPu = Vanillepuddingpulver

VZ = Vanillezucker

ZiSch = Zitronenschale

ZiS = Zitronensaft

‚ = Minuten

Abtrieb herstellen (Butterabtrieb, Abtriebmasse)

Ein Abtrieb ist Grundlage für die meisten Kuchenmassen (Rührteige, Sandmassen). Eine Ausnahme ist die Herstellung von Biskuit! Schwere Massen sind fettreicher, leichte Massen sind fettärmer. Leichte Biskuit- o. Schaummassen haben weniger Zucker und Schwere mehr (und übrigens kein Fett) Die Grundlage für die meisten Obstkuchen bildet eine gleichschwere Masse. Auch klassische Becherkuchen sind meistens gleichschwere Massen. Für Gugelhupf nimmt man oft eine leichte.

Da ich früher die Rezepte nur für mich aufgeschrieben habe, findet ihr in vielen Rezepten keine genaue Anleitung sondern nur den Hinweis Abtrieb herstellen. Wie geht das nun?

1. Butter so temperieren, dass sie weich ist aber nicht flüssig

2. Butter und Zucker in einer Schüssel mit dem Mixer flaumig schlagen bis von der Butter keine Stücke mehr sondern nur noch flocken übrig sind

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(nimmt man statt Butter Öl sprechen wir von einer Ölmasse)

3. Dann die ganzen Eier (manchmal auch nur der Dotter – das schreib ich dann aber dazu) mit derButter-Zuckermasse schaumig schlagen

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Die Masse wird dann richtig luftig und verdoppelt sich ungefähr. Wenn dann noch viele Butterstückchen zu sehen sind, hat man im ersten Schritt zu wenig lang bzw zu wenig schnell gemixt.

4. Jetzt ist der sogenannte Abtrieb fertig und die übrigen Zutaten kommen dazu!

5. In den meisten Fällen kommen jetzt abwechselnd die trockenen Zutaten und noch eine Flüssigkeit (Milch, Joghurt, Sauerrahm o.ä.) dazu. Wenn ich Teige mit der Kitchenaid mache ich das auch so, wenn ich sie mit dem Handmixer mache, schütte ich das Mehl auf die eine Seite der Schüssel und mixe von der anderen Seite vornezu das Mehl ein und zum Schluss soviel Flüssigkeit wie ich eben brauche.

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6. Jetzt ist der Rührteig fertig und kann in eine Form gegeben und zB belegt werden oder man hebt schon Früchte oder Schokolade unter oder man trennt jetzt den Teig und färbt einen Teil zB mit Kakaopulver für Marmorkuchen ein. Da kann es passieren, dass ihr über die nächste Abkürzung stolpert. Normalerweise benötigt man nichts besonderes für die Form, häufig werdet ihr aber befubem, befubeb oder auch befubez lesen was nichts anderes heißt als befettet und bemehlt, bebröselt oder bezuckert.

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7. Jetzt darf der Teig ins vorgeheizte Rohr und schon kann schnabuliert werden!

Zutaten für eine gleichschwere Masse für Obstkuchen/Apfelkuchen :

  • 30 dag Butter
  • 30 dag Zucker
  • 30 dag Eier (ca 6 Stück)
  • 30 dag Mehl
  • ZiSch, Vanille
  • (1 Pkg BaPu)

– Gutes Gelingen! –

 

 

Der perfekte Pizzateig (italienisch)

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  • 40 dag Mehl (ich hab wie immer Dinkelfeinmehl genommen – ist aber natürlich etwas anders als mit Weizenmehl)
  • 200 ml warmes Wasser
  • 15 g Hefe (1/3 Würfel)
  • 1 TL Salz
  • 3-4 EL Olivenöl

In einer Schüssel zuerst die Hefe im Wasser zusammen mit Salz und Öl auflösen. Dann das Mehl dazugeben und zu einem Teig kneten. Der Teig scheint sehr trocken zu sein, trotzdem kein Wasser mehr zugeben! Er wird nach dem Gehenlassen von selbst geschmeidiger! Den Teig 1 h warm gehen lassen. Ich mach das immer im Waschbecken, fülle das mit heißem Wasser, stell die Schüssel rein und einen Teller drauf. Nach der Stunde den Teig fest zusammenkneten und 1-2 Tage abgedeckt im Kühlschrank lagern. Einige Stunden reichen aber auch schon!

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Dann den Teig mit etwas Mehl ausarbeiten, er lässt sich super auswalken oder man kann ihn wie ich das gern mache mit den Händen auseinanderziehen. Für die Sauce nehm ich immer gehackte Tomaten (aus der Dose), Knoblauch und viel Oregano. Nach Lust und Laune belegen. Meine Favoriten sind Salami, Sardellenfilets und Mozzarella. Auf der hatten wir noch die eine Hälfte mit frischen Champignons belegt.

Diesen Teig könnte man übrigens super ausgewalkt in runden Platten einfrieren. Das würd mit dem gut gehen!

Die Pizza so heiß wie möglich am besten auf einem Schamottstein backen. Ich mach das meistens im Kugelgrill da bekomm ich über 300 C und in ein paar Minuten ist die Pizza fertig! Achtung der Pizzastein muss länger vorheizen als der Grill die Temperatur erreicht hat. Ich lass den Grill mindestens eine halbe Stunde auf voller Hitze laufen damit der Stein richtig heiß ist!

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Der Teig reicht übrigens für 1 riesen Pizza oder 2 normale. Dann lasst es euch schmecken!!

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Der Pizzateig der keiner ist

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Ich bin beim Pizzateig ziemlich heikel und steh eigentlich nicht auf die original italienischen Pizzateigrezepte – darum sag ichs auch lieber gleich dazu – das ist sicher KEIN Pizzateig, aber er schmeckt so wie ichs gern mag!

  • 40 dag Mehl (ich nehm Dinkel muss aber zugeben für Pizza eignet sich Weizen einfach besser)
  • 100 ml Olivenöl
  • 50 g Joghurt
  • 1/8 L Wasser
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 1 Prise Zucker und 1 TL Salz

Alle Zutaten (auf Zimmertemperatur) verkneten und den Teig ca 1/2 Stunde an einem warmen Ort oder im Wasserbad gehen lassen ; mit etwas Mehl ausarbeiten

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Ich beleg immer mit meinen Favoriten :

  • gehackte Tomaten mit Knoblauch, Oregano und etwas Pfeffer
  • Salami
  • Sardellen (heute mit Trüffel eingelegt)
  • Mozzarella
  • Pfefferoni

Das ganze dann so heiß und so kurz wie möglich backen! Backrohr unbedingt vorheizen! Am besten geht’s natürlich wenn man keinen Pizzaofen hat im Gasgrill mit einem Schamott- bzw Pizzastein. Die gibt’s inzwischen eigentlich überall zu kaufen und sind wirklich ihr Geld wert!

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Einkornnudeln

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Leider ist bei uns momentan kein Einkornfeingries zu bekommen, sondern grobes Gries und Vollkornmehl. Daher hab ich versucht mein übliches Rezept (pro 100 g Feingries 1 Ei und ein bisschen Öl) so abzuwandeln, dass ich auch aus dem groben Gries tolle Nudeln bekomme und heute ist es endlich gelungen!

Genommen hab ich heute:

  • 15 dag Einkorngries grob
  • 25 dag Einkornvollkornmehl fein gemahlen
  • 4 eher kleine Eier
  • 1 ordentlicher Schluck Öl

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Alles verkneten, in einer Folie ca 1 Stunde gut durchziehen lassen, dann Nudeln herstellen

Nicht erschrecken über die Dunkle Farbe! Gekocht sehen die nicht mehr aus wie Vollkornnudeln sondern Goldgelb wie normale Eiernudeln!

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Serviettenknödel

Ich mag Serviettenknödel sehr gern weil man sie ohne Mehl machen kann und sie drum ein wenig leichter sind! Außerdem ist es viel weniger Arbeit und die Scheiben lassen sich super einfrieren und wieder auftauen!

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  • 250 g Brotwürfel (ich hab hier zur Abwechslung mal Dinkelvollkorn genommen)
  • 150 ml Milch
  • 2 Eier
  • 1 kleine Zwiebel
  • 50 g geschmolzene Butter
  • Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Die kleingeschnittene Zwiebel und die Petersilie vermische ich mit den Brotwürfeln (wer mag kann die vorher noch ein wenig anrösten); die Milch, die Butter und die Gewürze verquirle ich mit den Eiern;

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das ganze dann mit den Brotwürfeln vermengen bis alles schön gleichmäßig verteilt ist; dann etwas abdrücken und ziehen lassen

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Die Masse dann auf ein sauberes Geschirrtuch geben und nicht zu eng einwickeln und zubinden ; in Salzwasser ca10′-20′ je nach Durchmesser ziehen lassen

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Bei uns immer zur Martinigans!

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Brühe – Biomüllsuppe

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Ihr wisst ja dass ich inzwischen keine gekaufte Brühe mehr verwende – allerdings brauch auch ich zum Kochen relativ viel… Die kann man aber so schnell, eigentlich aus Küchenabfällen selbst machen und das ganz nebenher!

Wichtig ist allerdings, dass man den „Biomüll“ etwas sortiert – eigentlich kann man für die Suppe so ziemlich alle Gemüseabschnitte verwenden die im normalen Haushalt so anfallen! Also zB Zwiebelschalen, Paprikaabschnitte, Sellerieabschnitte, äußere Blätter vom Lauch Tomaten, Kohlrabi- und Karottenschalen, Krautstrünke usw.! Was allerdings nichts in der klaren Brühe verloren hat sind: Kartoffeln o.ä. weil die Stärke beim anrösten anbrennt…

Sonst braucht man nur noch:

  • Fett zum anrösten
  • Pfefferkörner
  • Pimentkörner
  • Lorbeerblätter
  • Wacholderbeeren
  • Muskat gemahlen zum Abschmecken
  • Salz (geb ich allerdings erst am Schluss dazu)
  • Eiweiß (wenn man die Suppe klären will)
  • wenn vorhanden natürlich auch Fleischreste oder Knochen (zB wenn man mal eine halbe Grillhenne gegessen hat – dann ist es fast eine Schande wenn man aus der Karkasse keine Suppe kocht!)

Wenn man genug Abschnitte zusammen hat (man kann die ja auch von Tag zu Tag in den einem Sack im TK sammeln und wenn man genug beisammen hat die Suppe aufsetzen) wird alles in einem großen Topf angeröstet mit kaltem Wasser aufgegossen und zum Köcheln gebracht – Suppe sollte nur köcheln nicht kochen. Merke: lächeln nicht lachen 😉

Ruhig eine Weile am Herd köcheln lassen – dann abseihen

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wer die Suppe klar benötigt oder es einfach lieber mag, verquirlt jetzt noch Eiweiß und gibt es in die etwas abgekühlte Suppe. Dann die Suppe aufkochen und das ausgeflockte Eiweiß einfach abschöpfen – dann ist die Suppe wunderbar klar

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und jetzt heißt es schon essen, einfrieren, ein Gläschen zum Kochen im Kühlschrank haben – je nach dem was die nächste Zeit ansteht!

Viel Spaß und denkt dran wenn ihr das nächste mal Gemüse putzt ob ihr das wirklich noch wegwerfen wollt!

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